7 Tage, 7 Bilder (21): 11.–17.12.2017

Dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, zu Weihnachten so viel wie möglich Selbstgemachtes zu verschenken. Das macht Spaß, aber auch echt ganz schön Arbeit (aber wem sag ich das). So viel Arbeit, das ich letzte Woche nicht zum Wochenrückblicken gekommen bin. Selbst das Fotografieren meiner Werke blieb zwischenzeitlich auf der Strecke, weil die Fäustlinge (3 Paar hab ich produziert) in die Post mussten und es überdies andauernd viel zu dunkel war für ordentliche Fotos.

Dabei hatten daneben doch auch noch das Wolljäckchen im Chanel-Style und die Prülla-Jerika in Wintersweat ihren letzten Schliff bekommen. Diesen Sonntag schien die Sonne und der Mann konnte davon ein paar Fotos schießen.

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Die Jacke ist gut gelungen und sitzt, glaube ich, auch so, wie der Seamwork-Schnitt Lilliana es vorsieht, aber irgendwie hab ich immer Probleme mit Oversized-Modellen an mir. Ich hab ewig gebraucht, ein Outfit zu finden, in dem ich mir mit der Jacke nicht wie in einem Sack vorkam. So, ganz in Schwarz und mit einer weiten Hose, kann es für mich gehen und das Jäckchen wird wohl ab und an zu festlicheren Anlässen ausgeführt werden.

Sehr viel einfacher zu tragen für mich ist die Jerika von Prülla. Der Schnitt ist super. Sehr, sehr vielseitig und wandelbar. Denkbar in den unterschiedlichsten Stoffen, lang, kurz, mit oder ohne Kapuze. Nur die Anleitung war für meinen Geschmack ein bisschen zu handmade und wenig stringent. Die Hauptsache ist aber, dass die fertige Jacke sitzt wie ne Eins. Im Moment ist sie nicht warm genug für den Außeneinsatz, aber im Frühling wird sie garantiert andauernd zum Einsatz kommen.

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Aus den Stoffresten hab ich dann noch flink ein paar schlichte Weihnachtsanhänger genäht. Einfach zwei Bäumchen aufeinander mit ein bisschen Volumenvlies dazwischen, kappkantig abgesteppt, fertig. Ich sage euch, hier verkommt nichts von den wertvollen Rohstoffen! 🙂

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Als Nächstes stand ein kleines Auftragsprojekt von meiner Kollegin auf dem Programm, die sich einen Einkaufsbeutel wünschte. Perfekt dafür war die kostenlose Anleitung für den Wendeshopper Wendy von Pattydoo. Ich hätte so eine Tasche zwar auch irgendwie selbst zusammengezimmert bekommen, aber die Anleitungsvideos von Pattydoo sind wirklich gut gemacht und man entdeckt darin immer wieder kleine Kniffe und Tricks, selbst bei den ganz einfachen Stücken.

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Zwei Dinge machen mir an diesem Beutel besonders Freude: 1. dass ich die Reste der gepunkteten japanischen Baumwolle als Futter verwenden konnte, die ich für meine Hoya-Bluse vernäht hatte; 2. dass im Nähgarnbestand aus meiner Kurzwaren-Erbschaft eine Rolle Gögginger Tiger aus den 50er/60er-Jahren in exakt dem leuchtenden Blau des Außenstoffes war, die noch dazu genau für den Beutel gereicht hat.

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Irgendwie hatte ich nach dem Wendebeutel noch nicht genug von Taschen und der Verwendung von Stoffresten, so dass ich mir das gerade von Pattydoo auf dem Blog veröffentlichte Freebie für ein Rollmäppchen vorgeknöpft habe. Auch hier war die Anleitung perfekt und das Mäppchen war schnell fertig. Da ich für die Außenseite eine alte Jeans und für das Innenleben relativ unflexible beschichtete Baumwolle verwendet habe, ist das Ergebnis zwar hübsch, aber recht starr und an den kritischen Nahtstellen ziemlich dick geworden (meine kleine Nähmaschine kam da definitiv an ihre Grenzen). Sie wird in Zukunft trotzdem für meine Nadelspiele Verwendung finden. Und ich werde bei weiteren Exemplaren noch an der perfekten Stoffzusammenstellung arbeiten.

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Von den diversen kleineren Strickprojekten, die ich am Start habe, ist die blaue Mütze inzwischen ein gutes Stück vorangekommen. Ich mach jetzt auch mal Schluss mit dem Schreiben, denn ich bin fest entschlossen, sie noch bis zu meinem letzten Arbeitstag am Donnerstag fertig zu bekommen. Und dann stehen noch die Stulpen für meinen Mann und Socken für meine Schwiegermutter an …

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12 Colors of Handmade Fashion: November – Braun

Am Anfang war ein Cape. Nee, anders. Am Anfang war ein Wochenende mit dem Liebsten in Paris vor ungefähr fünf Jahren. Ich liebe diese Stadt! Die Architektur, das Essen, das gesamte Flair. Und geflasht, wie ich war, wurde ich urplötzlich sehr empfänglich für die elegante und sehr feminine Pariser Mode (was eigentlich sonst gar nicht so mein Stil ist). „12 Colors of Handmade Fashion: November – Braun“ weiterlesen

7 Tage, 7 Bilder (18): 13.–19.11.2017

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Mo.: Vor Kurzem hat Pattydoo einen Schnitt für eine Softshell-Jacke rausgebracht und ich werde jetzt versuchen, mit ihrer Hilfe meine erste Jacke zu nähen. Am Wochenende hab ich stundenlang 70 Seiten Schnitt zusammengeklebt und ausgeschnitten. Es sind ganz schön viele Teile.
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Di.: Mittagspauseneinkäufe. 😀
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Mi.: Wir wollten schon lange einen runden gusseisernen Topf, damit unsere Brote eine schöne Form bekommen. Jetzt haben wir einen … und unsere Brote werden offensichtlich fortan so aussehen wie Fußbälle.
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Do.: Das neue Laine Magazine ist wunderschön, voll mit tollen Strickprojekten und Beiträgen. „Treysta“ muss ich unbedingt diesen Winter noch stricken! Dann kann ich auch gleich meine unzureichenden Fair-Isle-Skills trainieren.
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Fr.: Der Pattydoo-Schnitt ist großartig. Ich konnte es nicht abwarten und hab, nachdem meine Snapply-Bestellung mit Kamsnaps und Reißverschlüssen ankam, schon mal mit der Kapuze angefangen. Das Ergebnis sieht total professionell aus.
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Sa.: Die Pattydoo-Jacke näht sich einfach so weg – ein toller Schnitt und eine perfekte Anleitung. Inzwischen sind schon der Kragen und die Vorderseite mit raffinierten Eingriffstaschen fertig.
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So.: Hier seht ihr eines unserer Brote (Roggen-Dinkel-Sauerteigbrot mit Quark) nach 12 Stunden Teigführung. Jetzt reift es noch weitere 12 Stunden im Gärkorb, dann gehts ab in den Topf und hinein in den Ofen.